
Look & Feel
Look and Feel: Bedeutung, Bestandteile & Erfolgsfaktoren
Innerhalb weniger Sekunden entscheidet ein Besucher, ob er auf deiner Website bleibt oder sie wieder verlässt – unabhängig davon, wie gut dein Angebot oder wie hoch deine fachliche Kompetenz ist.
Ein ansprechendes, auf deinen Wunschkunden abgestimmtes Look and Feel sorgt dafür, dass sich der Besucher verstanden und wohlfühlt — und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass er handelt: kauft, Kontakt aufnimmt oder sich einträgt. Das Look and Feel ist damit weit mehr als schönes Design: Es entscheidet darüber, ob Besucher bleiben und zu Kunden werden oder die Seite nach wenigen Sekunden verlassen – und ist somit ein zentraler Erfolgsfaktor, besonders in Zeiten hoher Konkurrenz und kurzer Aufmerksamkeitsspannen.
Lerne…

Deine Seite braucht ein
neues Look and Feel?
Lass dir gerne von mir dabei helfen und deine Website in neuem Design erstrahlen.
Was versteht man unter Look and Feel einer Website?
Der Begriff Look and Feel beschreibt das gesamte visuelle Erscheinungsbild einer Website (Look) sowie das Nutzererlebnis und die Bedienbarkeit (Feel). Genauer gesagt: Wie sieht die Website aus – und wie fühlt sie sich bei der Nutzung an?
Dabei ist nicht nur das Design entscheidend, sondern auch:
Orientierung (Findet der Leser, wonach er sucht?)
Lesbarkeit (Kann der Leser überhaupt lesen was, da steht, Schriftgröße, Kontraste?)
Nutzerführung (Verständlicher Aufbau: Ist klar, was man machen muss?)
Emotionale Wirkung (Fühlt der Leser sich verstanden, willkommen etc.?)
Vertrauen und Professionalität: Wirkt die Seite für den Leser professionell/ vertrauenerweckend?



Eine Website mit einem guten Look and Feel vermittelt ein stimmiges Gefühl, die Elemente passen zusammen, die Farbkombinationen sind ansprechend und bieten einen guten Kontrast. Die Konsistenz über die ganze Website nicht nur einzelner Seiten ist gegeben: Den Besucher erwarten auf allen Seiten das gleiche Design, die gleichen Elemente auch wenn der Inhalt sich unterscheidet – eine Website aus einem Guss.
Die Seite wirkt aufgeräumt, ist logisch aufgebaut und der Besucher findet die gewünschte Information mit wenigen Klicks, ohne erst Suchen zu müssen.
Ganz wichtig: Du kennst deine Kunden. Ein gutes Look and Feel ist direkt von deiner Zielgruppe abhängig. Was benötigen sie, damit sie sich auf deiner Website zurecht finden? Welche Farbkombinationen finden sie ansprechend? Wie wollen sie angesprochen werden? etc.
Was beinhaltet das Look and Feel einer Website?
Das Look and Feel einer Website setzt sich aus mehreren Faktoren zusammen, die gemeinsam dafür sorgen, dass der Besucher die Website einerseits visuell ansprechend und andererseits verständlich findet:
Visuelles Design (Look)
In den Punkt visuelles Design fallen grundlegende Design-Entscheidungen wie:
Farbkonzept & Kontraste: Welche Farbkombination verwendest du? Wie wirken deine gewählten Farben auf deinen Wunschkunden? Verwendest du harte Kontraste oder sanfte Übergänge? Eher bunt und ausgeflippt oder dann doch lieber neutral?
Typografie: Welche Schriftarten, -größen und -stärken verwendest du? Wie hältst du es mit den Zeilenabständen?
Bildsprache & Grafiken: Benutzt du deine Bilder eher als Auflockerung oder hast du eine Seite, die mehr über die Bilder als über den Text spricht? Ist deine Zielgruppe eher visuell abzuholen oder über Infos im Text?
Icons & visuelle Akzente: Hältst du es eher klassisch mit einer Aufzählung und verwendest Punkte und Striche oder eher supermodern mit Emojis?
Vertrauen und Professionalität: Wirkt die Seite für den Leser professionell/ vertrauenerweckend? Ist da viel externe Werbung darauf zu sehen?
Weißraum: Wie viel Abstand mag deine Zielgruppe zwischen den Abschnitten, Bildern, Kapiteln, Listen etc. – eher kompakt oder luftig?
Benutzerfreundlichkeit (Feel/ Usability)
In die Benutzerfreundlichkeit fallen folgende Punkte:
Intuitive Navigation: Ist deine Seite so aufgebaut, dass dein Zielpublikum alles findet, was es sucht, ohne groß darüber nachzudenken?
Klare Seitenstruktur: Sieht deine Seite aufgeräumt und übersichtlich aus? Folgen alle Seiten deiner Website dem gleichen Strukturschema? Ist die Struktur logisch (zeitliche Abfolge, Aufbau der Information)?
Logische Menüführung: Versteht der Besucher, wo er was in deinem Menü findet?
Einfache Bedienbarkeit: Findet man alle Informationen innerhalb weniger Klicks? Weiterleitungen via Button, Formulare etc. funktionieren einwandfrei und sind leicht verständlich?
Mobile Optimierung (Responsive Design): Funktioniert deine Seite auch auf dem Mobile oder dem Tablet? Sind alle Elemente komplett sichtbar, sehen ansprechend aus etc.?
Konsistenz & Wiedererkennbarkeit
Alle deine Seiten, Artikel ggf auch dein Shop sollten so aussehen, wie aus einem Guss. Der Besucher sollte nicht plötzlich das Gefühl haben, auf einer anderen Website gelandet zu sein.
Einheitliches Design auf allen Seiten: Elemente sehen wie aus einem Guss aus, Seitenstruktur ist ähnlich aufgebaut, gleiche Farben, Akzente etc. konsistent über die komplette Website.
Klare Designregeln: Abstände konsistent über die ganze Website, verwendete Schriftarten, – größen und -dicken sind bei allen Überschriften und Texten gleich, Elemente folgen dem gleichen Designprinzip (z. B. Ecken abgerundet, Schriftfarben auf farblich hinterlegten Elementen etc.)
Wiedererkennungswert der Marke: Egal ob der Besucher auf einer Landing page, einem Blogartikel oder der Startseite landet, er ist sich bewusst, dass er bei dir ist.
Ladezeiten & Performance
Es gibt kaum was Schlimmeres für den User, als eine Website die Ewigkeiten braucht, um zu laden. Bilder kommen nicht an, Textelemente fehlen oder einzelne Elemente sind verschoben.
Schnelle Ladezeiten: Deine Seite sollte schnell laden (erscheinen), dies gilt für Text und Bild sowohl als auch für Desktop, Mobile und Tablet.
Optimierte Bilder: Bilder sollten in Größe und Format für den Verwendungszweck optimiert sein.
Saubere technische Umsetzung: Keine unnötig aufgeblasene Seite, keine leeren Blöcke/ Elemente, Funktion der Links, Seitenaufrufe etc. muss gegeben sein, kein Overflow (abgeschnittene Blöcke/ Sektionen; besonders Mobile), möglichst kleiner Quellcode und kleine DOM-Tiefe etc.
Tonalität & Sprache
Nicht nur Farben, Schriften und Layout prägen das Look and Feel einer Website – auch die Sprache. Tonalität, Wortwahl und Perspektive entscheiden, ob Inhalte neutral informieren oder klar eine Persönlichkeit transportieren.
Passende Ansprache der Zielgruppe: Benutzt du eher die formelle oder die informelle Anrede (Sie vs. Du)? Verwendest du Plural oder eher Singular? Ist deinen Wunschkunden Gendern wichtig? Welchen Ton verwendest du, eher aggressiv oder verständnisvoll, wieviel Humor ist konform etc.?
Konsistenter Schreibstil: Erkennt man auf deiner Website, dass sie von einer Person geschrieben worden ist oder liest sich jeder Text wie von jemand anderem verfasst?
Klare, verständliche Texte: Verwendest du Wörter, die dein Wunschkunde versteht? Kann ein Laie dir folgen oder muss er erst ein Wörterbuch zur Hand nehmen?
Worauf sollte man beim Look and Feel achten?
Der wohl wichtigste Punkt für ein gutes Look and Feel: Es muss der Zielgruppe gefallen, nicht dem Designer! Du kannst ein super hippes mit Emoji vollgepacktes Design haben, das wird dir bei einem Wunschkunden um die 60 Jahre wahrscheinlich nicht weiterhelfen. Denn dieser versteht die Emojis in den seltensten Fällen und ist von den vielen Farben eher überfordert als motiviert weiterzulesen.



Ebenfalls einer der häufigsten Fehler bei Websites: Die visuelle und informative Überladung! Zu viele Farben, Schriften oder Animationen wirken unruhig und verwirrend. Weniger ist meistens mehr! Saubere klare Strukturen mit klaren, kurzen Texten wirken übersichtlicher und ruhiger und kommen der Performance der Seite zu Gute.
Wenn deine Besucher erst suchen müssen, wo sie die gewünschte Information finden oder erst 20 Fenster wegklicken müssen, verlieren sie sehr schnell das Interesse. Baue deine Seitenstruktur und Nutzerführung so auf, dass deine Zielgruppe sie verstehen, ohne großartig darüber nachzudenken.
Normalerweise baut man Webseiten in der Desktopansicht, jedoch besucht ein Großteil der Nutzer mittlerweile Webseiten auf dem Mobile. Entscheide dich für ein Design, das auch auf der mobilen Ansicht überzeugend ist.
Besonders wenn du eine ältere Kundschaft ansprechen willst, sind gute Kontraste, gut lesbare Schriften, klare Strukturen und Bildbeschreibungen ein Muss. Gleichzeitig verbessern solche Maßnahmen die Barrierefreiheit und damit die Nutzbarkeit deiner Website für möglichst viele Menschen.
Die Vorteile
eines guten Look and Feels:
- Höhere Verweildauer: Besucher fühlen sich wohl und bleiben länger auf der Seite.
- Mehr Vertrauen & Glaubwürdigkeit: Professionelles Design wirkt seriös und stärkt die Marke.
- Bessere Conversion-Rate: Ein gutes Nutzererlebnis führt häufiger zu Kontaktanfragen, Käufen, Newsletter-Eintragungen.
- Positive Markenwahrnehmung: Die Website spiegelt Werte, Qualität und Persönlichkeit des Unternehmens wider.
- SEO-Vorteile: Gute Lesbarkeit, klare Strukturen, schnelle Ladezeiten und eine funktionierende mobile Darstellung verbessern die Nutzererfahrung und unterstützen eine insgesamt gute Website-Qualität. Ein gutes Look & Feel allein sorgt jedoch nicht automatisch für bessere Rankings.
Die Nachteile
eines schlechten Look and Feels:
- Hohe Absprungrate: Besucher verlassen die Seite nach wenigen Sekunden.
- Vertrauensverlust: Unprofessionelles Design wirkt unseriös oder veraltet.
- Schlechte Nutzererfahrung: Unklare Navigation, schlechte Lesbarkeit oder langsame Ladezeiten frustrieren Nutzer.
- Weniger Conversions: Selbst gute Angebote verkaufen sich schlecht, wenn die Website nicht überzeugt.
- Negative Markenwirkung: Der erste Eindruck bleibt – und ist schwer zu korrigieren.
Wie Look & Feel die Customer Journey unterstützt
Look & Feel ist nicht nur „schön aussehen“ – es beeinflusst direkt, wie Menschen deine Website erleben und durch sie geführt werden.
Wenn Inhalte klar strukturiert und visuell angenehm präsentiert werden, fühlen sich Besucher verstanden. Das wirkt sich positiv auf alle Phasen der Customer Journey aus:
Awareness: Nutzer erkennen sofort, worum es geht.
Consideration: Menschen bleiben länger, weil die Struktur Orientierung bietet.
Decision: Klare visuelle Hinweise erleichtern Entscheidungen.
Ein ruhiges, verständliches Layout hilft deinen Besuchern, sich nicht zu verlieren, sondern sicher durch deine Inhalte zu navigieren. Und genau das ist das Ziel der Customer Journey: glasklare Orientierung statt Verwirrung.

Was versteht man unter Customer Journey?
Lies gerne meinen Artikel zur Customer Journey auf Websites
Warum Look & Feel auch für SEO wichtig ist
Auch wenn Suchmaschinen nicht bewerten, ob eine Website „schön“ aussieht, überschneiden sich einige Aspekte eines guten Look & Feel mit Faktoren, die für SEO relevant sind:
Gut strukturierte Inhalte: Eine nachvollziehbare Seiten- und Inhaltsstruktur hilft nicht nur Besuchern bei der Orientierung, sondern erleichtert auch Suchmaschinen das Erfassen und Einordnen von Inhalten und ihren Zusammenhängen.
Mobile Darstellung: Eine responsive Website sorgt dafür, dass Inhalte auch auf Smartphones und Tablets problemlos zugänglich und nutzbar sind. Da Google die mobile Version einer Website für die Indexierung und Bewertung heranzieht, ist eine funktionierende mobile Darstellung auch für SEO wichtig.
Performance: Große Bilder, aufwendige Animationen oder unnötige Designelemente können die Ladezeit und die Core Web Vitals beeinflussen. Diese gehören zu den Aspekten der Page Experience, die Google bei seinen Ranking-Systemen berücksichtigt.
Lesbarkeit und Zugänglichkeit: Gut strukturierte Inhalte, verständliche Überschriften und eine technisch saubere Umsetzung erleichtern es Nutzern und Suchmaschinen, Inhalte zu erfassen.
Ein gutes Look & Feel verbessert daher nicht automatisch das Ranking. Werden Design, Struktur und Technik sinnvoll zusammengedacht, unterstützt es jedoch die Voraussetzungen für eine gut nutzbare und suchmaschinenfreundliche Website.
Look & Feel ist deshalb kein Schönheitsfaktor, sondern ein integraler Bestandteil moderner Website- und SEO-Strategien.

Was ist SEO genau?
Lies gerne den Artikel zu SEO Website-Optimierung für mehr Verständnis.
Wie wichtig ist der Kundenavatar für das Look and Feel?
Dein Kundenavatar beschreibt deinen Wunschkunden: Alter, Geschlecht, Interesse, Probleme, Werte und Erwartungen.
Auf deiner Website geht es darum diese Person anzusprechen und als Kunden zu gewinnen. Also ja, dein Kundenavatar ist das wichtigste in Sachen Look and Feel. Denn das muss genau auf diese Person zugeschnitten sein. Nur so kann sich deine Zielgruppe mit dir und deinem Produkt identifizieren, sie fühlen sich durch die emotionalere Ansprache besser verstanden. Das bringt den Vorteil, einer besseren Conversion und stärkt deine klare Markenpositionierung.
Um deine Wunschkunden da abzuholen, wo sie es brauchen, reicht eine technisch perfekte Seite nicht aus. Farbe, Bildsprache, Tonalität und Struktur unterscheiden sich je nach Kundentyp sehr stark.
Je besser du deinen Kundenavatar kennst, desto wirkungsvoller wird das Look and Feel deiner Website.
Fazit: Look and Feel ist Teil deines Erfolgs!
Das Look and Feel deiner Website ist kein Nice-to-have, sondern ein zentraler Erfolgsfaktor. Es entscheidet innerhalb weniger Sekunden, ob sich Besucher verstanden fühlen, Vertrauen aufbauen und bleiben – oder die Seite wieder verlassen.
Es verbindet Design, Benutzerfreundlichkeit, Technik und Sprache zu einem stimmigen Gesamterlebnis. Farben, Schriften, Abstände, Bildsprache, Ladezeiten und Tonalität greifen ineinander und sorgen für Klarheit, Orientierung und Professionalität – auf Desktop wie auf Mobile.
Dabei zählt nicht dein persönlicher Geschmack, sondern der deiner Zielgruppe. Nur wenn du deinen Kundenavatar kennst, kannst du ein Look and Feel schaffen, das emotional abholt, Vertrauen aufbaut und zu längerer Verweildauer sowie besseren Conversions führt.
Eine technisch perfekte Website allein reicht dafür nicht aus. Erst das Zusammenspiel aus Struktur, Design und Ansprache entfaltet die volle Wirkung – für deine Marke, dein SEO und deinen langfristigen Erfolg.

Eine gute Website muss nicht nur gefunden werden — sie muss auch überzeugen. Was das konkret bedeutet, und worauf du dabei achten solltest, erfährst du in „Warum ist eine gute Website so wichtig?“

Du fragst dich, wie deine Besucher eigentlich von der ersten Suche bis zur Kontaktaufnahme geführt werden? In diesem Artikel erfährst du die fünf Phasen der Kundenreise — und wie du Besucher gezielt zum Ziel führst.

Du willst mehr solche Themen entdecken? In meiner Artikelsammlung erhältst du in leicht verständlichen Beiträgen mehr Input zum Thema Website. Schau vorbei und such dir das Thema aus, das dich am meisten beschäftigt

Deine Seite braucht ein
neues Look and Feel?
Lass dir gerne von mir dabei helfen und deine Website in neuem Design erstrahlen.