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Suchvolumen Keywords

Ganz ehrlich, gehörst du auch zu den Menschen, die sich die Keywords anhand ihrer Suchvolumina aussuchen? Je höher das Volumen, desto besser?

Eine Zahl neben einem Keyword wirkt beruhigend eindeutig: 720 Suchanfragen im Monat, fertig, das ist Fakt. Nur ist diese Zahl weit weniger eindeutig, als sie aussieht – und das Problem beginnt nicht beim Suchvolumen selbst, sondern bei der Entscheidung, die ungeprüft darauf gebaut wird.

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virtuelle assistentin jasmine camenzind
Tool Datenbasis / Berechnung Was du angezeigt bekommst
Google Keyword Planner Historische Google-Suchdaten; nahe Varianten eines Keywords können zusammengefasst werden. Gerundete durchschnittliche monatliche Suchanfragen, standardmäßig auf Basis der vergangenen 12 Monate.
SISTRIX Führt nach eigenen Angaben Daten aus mehreren Quellen zusammen und prüft sie auf Konsistenz. Die einzelnen Quellen und ihre Gewichtung werden nicht vollständig offengelegt. Geschätztes durchschnittliches monatliches Suchvolumen; normalerweise auf Basis der vergangenen 12 Monate, bei sehr kleinen Volumina gegebenenfalls über einen längeren Zeitraum.
Ahrefs Kombiniert unter anderem Daten aus dem Google Keyword Planner und Google Trends mit weiteren Datenquellen und eigenen Modellen. Eigenständig modellierte Schätzung des durchschnittlichen monatlichen Suchvolumens.
Semrush Verwendet eigene Berechnungsmodelle sowie unter anderem Drittanbieter- und Clickstream-Daten. Eigenständig berechnete Schätzung des durchschnittlichen monatlichen Suchvolumens.

Steht bei einem Keyword ein Suchvolumen von 0, bedeutet das nicht automatisch, dass niemand danach sucht. Es bedeutet zunächst nur, dass das verwendete Tool für diesen Suchbegriff kein oder kein ausreichend großes Suchvolumen ermitteln konnte.

Das passiert besonders häufig bei sehr konkreten Suchanfragen. Vielleicht wird eine Formulierung nur sehr selten gesucht. Vielleicht suchen Menschen dasselbe Problem jedes Mal etwas anders. Für ein Keyword-Tool können das zu wenige Daten sein, um daraus einen verlässlichen monatlichen Wert zu berechnen.

Ein einfaches Beispiel: Zehn Menschen könnten bei Google nach zehn leicht unterschiedlichen Varianten derselben Frage suchen. Jede einzelne Formulierung hätte dann nur sehr wenige Suchanfragen – zusammen zeigen sie aber durchaus, dass Menschen nach diesem Thema suchen.

Ein angezeigtes Suchvolumen von 0 heißt deshalb besser übersetzt: „Für dieses Keyword kann das Tool keine relevante Suchmenge ausweisen“ – nicht: „Danach sucht niemand.“

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Ein hohes Suchvolumen klingt zunächst attraktiv – allerdings sind stark gesuchte Keywords häufig auch stärker umkämpft. Je mehr Websites für einen Begriff auf den vorderen Plätzen erscheinen möchten, desto schwieriger kann es werden, dort selbst sichtbar zu werden.

Das bedeutet nicht, dass ein Keyword mit hohem Suchvolumen automatisch schwer zu ranken ist oder kleinere Websites keine Chance haben. Entscheidend ist, wer bereits dafür rankt:

Ein Keyword mit 2.000 Suchanfragen kann dir wenig bringen, wenn du damit kaum eine realistische Chance auf Sichtbarkeit hast. Ein Keyword mit 50 Suchanfragen kann dagegen interessanter sein, wenn es gut zu deinem Angebot passt und du dafür tatsächlich weit vorne erscheinen kannst.

Auch hier ist das Suchvolumen deshalb nur ein Teil der Einschätzung. Um ein Gefühl für den tatsächlichen Wettbewerb zu bekommen, kannst du das Keyword selbst bei Google eingeben und dir die ersten Suchergebnisse ansehen.

Tauchen dort fast ausschließlich große, bekannte Websites oder etablierte Fachportale auf, die das Thema bereits sehr ausführlich behandeln, wird es für eine kleine Website vermutlich schwieriger, dazwischenzukommen. Findest du dagegen auch kleinere Websites, weniger ausführliche Inhalte oder Ergebnisse, die deine konkrete Suchanfrage nur teilweise beantworten, kann das ein Hinweis darauf sein, dass durchaus Platz für einen besseren oder passenderen Inhalt vorhanden ist.

Dabei geht es nicht darum, einfach zu zählen, wie viele Ergebnisse Google findet. Entscheidend ist, gegen welche Seiten du auf den vorderen Plätzen tatsächlich antreten würdest und wie gut diese die Suchanfrage bereits beantworten.

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Wer sucht danach?
Hinter 1.000 monatlichen Suchanfragen können Menschen stecken, die perfekt zu deiner Zielgruppe gehören – oder fast ausschließlich Menschen, die mit deinem Angebot überhaupt nichts anfangen können. Das Suchvolumen unterscheidet nicht zwischen ihnen.

Warum wird danach gesucht?
Zwei Menschen können denselben Begriff eingeben und trotzdem etwas völlig anderes wollen. Einer möchte sich zunächst informieren, ein anderer sucht bereits einen Anbieter und ein Dritter möchte Preise vergleichen. Wie hoch das Suchvolumen ist, sagt nichts darüber aus, welche Absicht hinter diesen Suchen steckt.

Was bringt dir diese Suche?
Selbst viele Suchanfragen sind für dein Geschäft nicht automatisch wertvoll. Wenn die Menschen zwar nach dem Thema suchen, aber weder dein Angebot brauchen noch zu deinen potenziellen Kunden gehören, bringen dir auch 5.000 monatliche Suchanfragen wenig. Umgekehrt können wenige, sehr passende Suchanfragen genau die Menschen auf deine Website bringen, die nach deiner Lösung suchen.

Suchvolumen beantwortet damit vor allem die Frage: Wie groß ist die ungefähre Nachfrage nach diesem Suchbegriff? Ob diese Nachfrage für deine Website und dein Geschäft interessant ist, kannst du aus der Zahl allein nicht ablesen.

Das Suchvolumen verrät dir nicht, warum Menschen nach einem Begriff suchen. Einen ziemlich guten Hinweis darauf bekommst du aber direkt bei Google: Gib dein Keyword selbst in die Suche ein und schau dir an, was auf der ersten Seite erscheint.

Google versucht, zu jeder Suchanfrage die Ergebnisse anzuzeigen, die am besten zu dem passen, was Nutzer vermutlich finden möchten. Deshalb lohnt sich zuerst ein Blick darauf, welche Arten von Seiten weit vorne stehen.

Findest du dort überwiegend ausführliche Ratgeber und Erklärartikel, spricht vieles dafür, dass Menschen sich zu diesem Thema zunächst informieren möchten. Stehen dagegen hauptsächlich Produkt-, Shop- oder Kategorieseiten vorne, liegt die Suche näher an einem Kauf. Bei lokalen Dienstleistern können beispielsweise Anbieter- und Standortseiten dominieren.

Zusätzliche Hinweise geben die Elemente, die Google zwischen den normalen Suchergebnissen einblendet:

„Nutzer fragen auch“, hervorgehobene Antworten oder ähnliche Frageelemente zeigen, dass rund um die Suche Informationsbedarf besteht.

Produktergebnisse, Preise oder Shopping-Anzeigen sprechen dafür, dass Produkte und ein möglicher Kauf bei dieser Suche eine Rolle spielen.

Eine Kartenansicht mit lokalen Anbietern (Local Pack) zeigt, dass Google einen lokalen Bezug der Suchanfrage erkennt.

Bilder oder Videos können darauf hinweisen, dass Nutzer bei diesem Thema auch visuelle Inhalte erwarten.

Nicht jede Suchanfrage lässt sich allerdings eindeutig einer einzigen Absicht zuordnen. Google kann beispielsweise gleichzeitig Ratgeber, Anbieter und Videos anzeigen. Das ist ein Hinweis darauf, dass hinter demselben Suchbegriff unterschiedliche Bedürfnisse stecken können.

Deshalb ist der Blick auf die Suchergebnisse vor allem ein Realitätscheck: Passt die Seite, mit der du ranken möchtest, überhaupt zu den Seiten, die Google für diese Suche momentan bevorzugt?

Wenn auf den vorderen Plätzen fast ausschließlich ausführliche Ratgeber stehen und du mit einer reinen Angebotsseite ranken möchtest, hast du möglicherweise nicht nur ein Wettbewerbsproblem. Deine Seite erfüllt womöglich eine andere Aufgabe als die Inhalte, die Google für diese Suchanfrage aktuell als passend einordnet.

Und auch diese Ergebnisse sind nicht in Stein gemeißelt. Sie können sich im Laufe der Zeit verändern und je nach Standort oder Gerät unterschiedlich aussehen. Deshalb lohnt es sich, bei wichtigen Keywords gelegentlich erneut nachzusehen.

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Suchvolumen ist deshalb weder unwichtig noch eine Zahl, die du bei der Keyword-Recherche ignorieren solltest. Es hilft dir einzuschätzen, ob nach einem Begriff sehr häufig, gelegentlich oder nur selten gesucht wird. Die Entscheidung für oder gegen ein Keyword sollte es dir aber nicht abnehmen.

Bevor du ein Keyword auswählst, lohnt es sich deshalb, neben dem Suchvolumen noch ein paar andere Fragen zu stellen:

Passt das Thema zu den Menschen, die ich erreichen möchte?

Was wollen Menschen vermutlich finden, wenn sie danach suchen?

Was zeigt Google aktuell für diese Suchanfrage?

Kann meine Seite diese Erwartung überhaupt erfüllen?

Wie stark sind die Seiten, die bereits auf den vorderen Plätzen stehen?

Und welche Aufgabe soll meine eigene Seite erfüllen – informieren, Vertrauen aufbauen, vergleichen oder zu einer Anfrage beziehungsweise einem Kauf führen?

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